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Kultur
Königliches Reiterstandbild
Alexander Borodins Oper Fürst Igor an der Staatsoper Hamburg
»Fürst Igor« in Hamburg mit Moritz Gogg (Skula) und Markus Petsch (Eroschka)
Die Staatsoper Hamburg hat sich der selten gespielten Oper »Fürst Igor« des russischen Komponisten Alexander Borodin angenommen. Es geht in der Oper um den Fürsten Igor, der einen Krieg gegen die überlegenen Polowzer führt, von diesen gefangen genommen wird, am Ende aber in seine Heimat zurückkehrt und dort als Held gefeiert wird. Üblicherweise sind daraus fast nur noch die Polowzer Tänze bekannt. Sieht man diese sonst als Volkstänze romantisiert, demonstrierte Choreograf Renato Zanella hier die Brutalität des Krieges, was beim Publikum nicht so gut ankam und den Tänzern zumindest in der B-Premiere heftige Buhrufe einbrachte. Es passte aber zur Inszenierung von David Pountney.
Um die Logik der Handlung zu verbessern, stellte man in Hamburg die Szenen um. So schwenkt hier erst nach der Gefangennahme Igors der Blick auf Putiwl, wo die Fürstin sich nicht gegen die Verrohung der Sitten wehren kann. Erst danach folgt die Flucht Igors aus dem Lager der Polowzer. Diese Variante verbessert tatsächlich die Dramatik des Ablaufs. [...]