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Die aktuelle Ausgabe 7-9/2022 mit folgenden Themen:
Titelthema

Baden-württembergischer Innenminister Thomas Strobl beim festlichen 65. Bundesschwabenball mit ungarndeutschem Trachtenfest in der Stadthalle Gerlingen

TitelthemaZwei Jahre konnte der Bundesschwabenball in Gerlingen wegen der Coronaverordnungen nicht stattfinden. In beiden Jahren wäre der Termin in der Zeit der völligen Veranstaltungsverbote gewesen. So fand der 65. Bundesschwabenball nun mit einer gewissen Verzögerung statt. Am 7. Mai stand Gerlingen ganz im Zeichen des Bundesschwabenballs. Die Flaggen waren gehisst, die Trachtengruppen trafen ebenso ein wie die Einzelgäste. Am Anfang waren die Begrüßungen noch zögerlich. Die Coronaverordnungen hatten die Menschen zur Distanz verurteilt. Mancher schien sich zu fragen, ob man sich schon wieder die Hände schütteln darf. Doch schon bald sah man die ersten Umarmungen. Freudig wurden die Begrüßungen. Man stieß mit dem gereichten Sekt an. Erwartungsvoll standen die Trachtengruppen im Foyer bereit. Beim Einzug der Trachten zu den Klängen des Prinz-Eugen-Marschs war es wie immer. Festlich zog sich der lange Trachtenzug mit schwingenden Fahnen durch den Saal und präsentierte sich schließlich in eindrucksvoller Breite auf der Bühne.

Rückblick
Frischer Wind beim Maibaum in Geretsried-Stein
RückblickDer Maibaum im Geretsrieder Ortsteil Stein ist eine schöne Ergänzung zu den vielen Maibäumen in den deutschen Orten in Ungarn und wahrscheinlich der einzige ungarndeutsche in Bayern. Üblicherweise sind die Maibäume in Bayern Birken. Georg Hodoltisch pflegt allerdings den Brauch des ungarndeutschen Maibaums in Form einer Fichte.

Heuer musste sich Georg Hodolitsch einen neuen Waldbesitzer suchen, nachdem die jahrzehntelange treue Lieferantin des Maibaumes aus dem Nachbarort ihren Wald verkauft hatte. Es klappte mit dem neuen Waldbesitzer sehr gut und der diesjährige Maibaum zeigt sich fesch im Frühlingskleid. Hodolitsch musste sich mit seinem Nachbarn kräftig ins Zeug legen, um die Fichte mit kräftigem Stamm und schönem Gipfel aus dem Wald heraus zu ziehen und auf dem Leiterwagen nach Hause zu fahren.

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Kultur
DZM erhält Grafik-Nachlass
LDU schenkt dem DZM Trachtengrafiken der österreichischen Künstlerin Erna Piffl
Die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn schenkt dem Donauschwäbischen Zentralmuseum 131 Trachtengrafiken der österreichischen Künstlerin Erna Piffl (1904-1987). Sie dokumentieren die untergegangene Kleidungskultur der Ungarndeutschen.

Die Bilder der österreichischen Grafikerin und Trachtenforscherin Erna Piffl entstanden in den 1930er Jahren. Damals reiste Piffl durch deutsche Dörfer in Ungarn, um das dortige Kleidungsverhalten in Bildern und Texten festzuhalten. Ihr Buch »Deutsche Bauern in Ungarn« (Berlin 1938) sorgte anschließend für eine weite Verbreitung der Bildmotive.

Erna Piffl war überzeugte Nationalsozialistin. Sie sah ihre Aufgabe darin, dem Untergang geweihtes, »gesundes deutsches Volksgut« aufzuspüren und darzustellen. Als Volkskundlerin unternahm sie bis 1945 im Dienst verschiedener Auftraggeber Reisen innerhalb Österreichs, nach Südtirol, Rumänien und eben auch nach Ungarn. Dabei war es von vorneherein geplant, ihre Bilder in Büchern, Mappen und als Ansichtskarten massenhaft zu verbreiten.

Dennoch sind Erna Piffls Werke keine reine Propaganda. Sie verstand sich als volkskundliche Forscherin, befragte vor Ort die porträtierten Personen und hielt viele Hintergrundinformationen schriftlich fest. Fast alle von ihr gezeichneten Menschen sind mit Namen gekennzeichnet. Sie sind als Individuen porträtiert und nicht nur namenlose Modelle wie in Trachtendarstellungen üblich.

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Zum Feierabend
Auf dem Heideboden wurde dunkles Brot gegessen
FeierabendDas Essen in den deutschen Orten des Heidebodens vor 1946 unterschied sich wesentlich von den ungarischen Dörfern. Brot war das wichtigste Nahrungsmittel am Heideboden. Es war auch zu jeder Mahlzeit auf dem Tisch. Die entsprechende Bitte des Vaterunsers um »das tägliche Brot« traf noch wortwörtlich zu. Brot wurde schon zum Frühstück in Milch oder Kaffee eingebröckelt, zu Fleischwaren, Gemüse, Käse, auch zu Obst gegessen, auf »Schnitzel« (Brotscheiben) wurde Schmalz, Butter oder »Leckwar« (Marmelade) gestrichen. Wenn nichts anderes dazu da war, schmeckte es auch ohne Aufstrich gut. Die süßlich schmeckende Rinde wurde nach der weichen »Schmulln« (Krume) gegessen.

In den deutschen Dörfern um Wieselburg aß man schwarzes Brot, Roggenbrot oder aus »Troad«. Roggenmehl war das wichtigste Getreide auf dem ganzen Heideboden. Sinnigerweise wurde Getreide in der Mundart das »Treide« genannt.

Personalien
Josef Schwing wurde 90 Jahre alt

Privatdozent Dr. phil. habil. Josef Schwing war am Lehrstuhl Germanistische Linguistik der Mannheimer Universität tätig. Er legte in Jahrzehnte langer mühsamer Arbeit eine Datenbank an, in der die Mundarten der Deutschen in Südungarn in vielfältiger Weise in Text und Ton archiviert sind. Darüber hinaus sammelte er in Südungarn alte Bilder und machte zahlreihe eigene Aufnahmen über die Baudenkmäler. Er war nicht nur auf dem Gebiet der Erforschung der ungarndeutschen Mundarten tätig, sondern arbeitete auch beim Pfälzischen Wörterbuch in Kaiserslautern. Für seine vielfältigen Verdienste um den Erhalt nicht nur des ungarndeutschen, sondern auch des pfälzischen Volksgutes bekam er u. a. vom Johann-Eimann-Kulturrat die Johann-Eimann-Plakette und vom Bundespräsidenten Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz am Bande und für seinen selbstlosen Einsatz in landsmannschaftlichen Organisationen erhielt er den Hauptpreis der Donauschwäbischen Kulturpreises und in Ungarn wurde er mit dem Lenau-Preis ausgezeichnet.

 

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